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Schon vor Jahrtausenden müssen sich auf dem Gebiet der Grafschaft Biel Menschen aufgehalten haben.
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Zuerst kamen sie wohl nur sporadisch im Sommer zu Jagdzwecken in die Gegend. Dann aber liessen sich Kelten auch ständig im Mittel- und Obergoms nieder.
Zuerst kamen sie wohl nur sporadisch im Sommer zu Jagdzwecken in die Gegend. Dann aber liessen sich Kelten auch ständig im Mittel- und Obergoms nieder.
Geschichte Zeittafel Kanton Wallis
Mittelalter
Sonderstellung im Zenden Goms und Loslösung von der Mutterpfarrei Münster
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Zunächst hatten die Grafen von Mörel, vielleicht auch die Savoyarden hier Herrschaftsrechte. Um 1220 kamen die oberitalienischen Biandrate durch Heirat im Oberwallis zu Besitz und Einfluss. In Biel, wo ein Dorfteil noch heute "zum Schloss" heisst, sollen die Biandrate um 1169 ein Schloss (einen Turm) besessen haben. Ihre Herrschaft endete bereits 1381. Eine Urkunde aus dem Jahre 1277 jedoch bezeichnet die Leute der Grafschaft bereits für 1237 als freie Einsässe. Die Biandrate hatten wohl nie politisches Gewicht. 1344 befreite Bischof Witschard Tavelli in Ernen die Grafschaft von der Gerichtsbarkeit der Grafschaft Mörel. Zudem erhielt sie - als nunmehr bischöfliche Herrschaft das Recht auf eigene Richterwahl. Später nahm sie als Freigericht eine Sonderstellung im Zenden (Bezirk) Goms ein.
1322 stiftete Peter Fabrisse (= Schmid), Arzt in Zürich, das Rektorat des hl. Johannes des Täufers. 1654 wurde die Pfarrei von Münster abgelöst. Doch dauerte es bis 1678, bis nach langwierigem Hin und Her die vollständige Loslösung von der Mutterpfarrei Münster erfolgte. Am 25. Juli 1678 wurde die vergrösserte Pfarrkirche auf das Patronat des hl. Johannes (Evangelist) geweiht.
Neuzeit
Die Grafschaft Biel bestand früher aus den Dörfern Selkingen, Biel, Ritzingen und Gluringen.
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Seit der Franzosenzeit (1798-1803) gehört Gluringen nicht mehr dazu, bleibt jedoch, vor allem wegen der Nähe zum Marienheiligtum auf dem Ritzingerfeld, immer noch "zugewandter Ort".
Herzstück der Grafschaft ist und bleibt das Heiligtum unserer Lieben Frau auf dem Ritzingerfeld. Wohl schon im 15. Jahrhundert erbaut, 1687 durch eine Lawine zerstört und grösser und schöner wieder aufgebaut, wurde das grosse Schiff der Kapelle am 9. Februar 1807 erneut fast völlig zerstört. Danach wurde die Wallfahrtskapelle, das grösste und wohl schönste Gotteshaus der Grafschaft, wieder aufgebaut und reicher ausgestattet. Für die Grafschafter - und nicht nur für sie - ist das Ritzingerfeld "d'Mitti va der Wält", wie der Dichter Edzard Schaper es formulierte: "das Ritzingerfeld - das Herz der Welt" (50 Jahre Raiffeisenbank Grafschaft).
Ins dritte Jahrtausend starten die 3 Gemeinden Biel, Ritzingen und Selkingen nun wieder als die fusionierte Gemeinde Grafschaft. Am 6. Juni 2000 beschloss das Stimmvolk der politisch unabhängigen Gemeinden, die Zukunft mit vereinten Kräften unter Nutzung von Synergien anzugehen. Ab dem 1. Januar 2001 verschwinden somit die Ortsnamen Biel, Ritzingen und Selkingen von der Landkarte und werden durch Grafschaft ersetzt.
Aus der Festschrift: 50 Jahre Raiffeisenbank Grafschaft von Dr. Leopold Borter
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